Ist der Boden nicht feucht genug, weil es etwa zu lange zu trocken war oder zu wenig bewässert wurde, sucht sich der Drahtwurm die Feuchtigkeit in den Erdäpfeln, erklärte Landwirt Georg Brötzner aus Wals-Siezenheim.
Im Flachgau war der Befall durch den Drahtwurm im Bundesland am größten. Aber auch im Innergebirg wurde der Schädling zum Problem, wenn auch im Verhältnis deutlich geringer als im Zentralraum, so der Obmann der Genussregion Lungauer Eachtling, Manfred Bogensperger.
Zunehmend mehr Regionen kämpfen mit Drahtwurm
Noch vor ein paar Jahren war der Drahtwurm im Saalachtal kein Thema. Doch nach dem Dürresommer nimmt auch hier der Befall zu. Stephan Schmiderer in St. Martin bei Lofer (Pinzgau) entschied sich heuer für eine frühere Ernte, um den Schaden möglichst gering zu halten. Durch die häufigeren Trockenperioden werde der Befall vor allem im Flachgau künftig wohl weiter zunehmen.
Weniger Kartoffeln nach Trockenheit
Überall in Salzburg haben die Erdäpfelbauern derzeit alle Hände voll zu tun. Im Vergleich zum vergangenen Jahr fällt der Ertrag bei der Ernte heuer aber deutlich geringer aus. Grund dafür ist die große Trockenheit im Sommer, die auch die Ausbreitung des Drahtwurms begünstigte.
Der Drahtwurm könne auch zu höheren Preisen im Verkauf führen, so der Sektionsobmann der Salzburger Gemüsebauern, Johann Winklhofer: „Wenn die Produktion einfach immer teurer ist, dann ist auch irgendwo die Grenze erreicht, wo man noch sparen kann.“
Kleinere Knollen durch Wassermangel
Auch in Mariapfarr (Lungau) ist die Ernte schon in vollem Gang. Die Lungauer Eachtlinge fallen heuer etwas kleiner aus als sonst, der Wassermangel macht sich auch hier bemerkbar.
2025 waren die Erträge im Bezirk so hoch, dass die Landwirte einen Teil ihrer Ernte für karitative Zwecke spendeten und zu Biogas verarbeiteten. Heuer liegt der Ertrag wegen der Trockenheit leicht unter dem langjährigen Durchschnitt.