Der Almkanal gilt als das älteste Wasser- und Energieversorgungssystem Mitteleuropas. Bei der Almabkehr werden in den kommenden Tagen Schäden repariert und das Kanalbett von Sand und Schotter befreit.
Almkanal wird ausgelassen und gereinigt
Seit der Früh wird der Almkanal in der Stadt Salzburg und in Grödig (Flachgau) trockengelegt. In den nächsten drei Wochen werden bei der Almabkehr Kanalbett und Anlagen gereinigt, gewartet und repariert.
19 Kraftwerke entlang des Almkanals
Lukas Peter ist der sogenannte Almmeister: „Gestern haben die Kraftwerksbetreiber schon angefangen, die Staubereiche zu spülen und heute ist eben das Wasser aus der Königsseeache abgedreht worden. Jetzt wird ab Montag, wenn dann das Wasser auch komplett aus ist, eine Begehung gemacht.“ 19 Kraftwerke gibt es entlang des rund 13 Kilometer langen Kanals, diese werden bei der Abkehr gewartet und gereinigt. Gerhard Helpferer, vom Kraftwerkswärter Pulvermühle dazu: „Die Turbine wird ausgeräumt, die Mauern frei gemacht, das Bachbett gereinigt und der Rechen freigeräumt.“
Was man heuer auch hier merkt, ist der niedrige Wasserstand nach dem trockenen Sommer, so Josef Klappacher, der Schleusenwärter des Almkanals: „Das war einzigartig bis jetzt – ich mache das doch jetzt seit 40 Jahren und so eine lange Niedrigwasserphase in der Königsseeache gab es noch nicht.“
350 Kilogramm Fisch werden entnommen
Wichtige Aufgabe haben bei der Trockenlegung am Samstag auch die Fischer. In drei Gruppen fangen sie die Tiere aus dem noch seichten Wasser. „Es sind ca. 350 Kilogramm die entnommen werden. Diese Fische werden dann wieder zurück in die Königsseeache gebracht und nach dem Einlassen vom Almkanal werden wieder kleine Fische hineingegeben“, so Michael Langegger vom Fischereiverein Leube.
Bei der Königsseeache wird dann in drei Wochen wieder die Schleuse geöffnet und der Almkanal mit Wasser gefüllt.