Die Ortsdurchfahrt von Glanegg ist für Radfahrerinnen und Radfahrer schon seit Längerem unangenehm. Die einzige Durchzugsstraße durch den Grödiger Ortsteil ist die Glanegger Landesstraße (L 237). Die ist jedoch relativ schmal und verfügt nur an einer Straßenseite über einen ebenfalls schmalen Gehsteig.
Bürgermeister hofft auf Entgegenkommen der ASFINAG
Deshalb ist die aktuelle Baustelle der ASFINAG in Glanegg für Bürgermeister Herbert Schober (Liste VP und Parteifreie) so interessant: Die Autobahngesellschaft errichtet bis Ende November entlang der Tauernautobahn (A10) einen Begleitweg. Für Schober wäre das eine Gelegenheit, diesen Weg für Fahrräder und Fußgänger auszubauen und so eine bessere Verbindung zu schaffen. Die dafür nötigen Anpassungen müsse natürlich die Gemeinde bezahlen, so der Bürgermeister.
ASFINAG: Weg nicht für Radverkehr ausgelegt
Von der ASFINAG heißt es dazu, dass der Weg nur dafür ausgelegt wird, ihren Wartungstrupps einen besseren Zugang zu ermöglichen – etwa wenn es um die Inspektion und Reparatur der Lärmschutzwände, aber auch um Mäharbeiten gehe. Vom Wunsch der Gemeinde habe man zwar schon gehört, heißt es von einem ASFINAG-Sprecher. Doch von einem offiziellen Ansuchen wisse man nichts, ebensowenig von konkreteren Plänen. Dabei seien bei einem öffentlichen Radweg viele Fragen zu klären, etwa was die Erhaltung, Wartung und Sicherheit angehe, so die Autobahngesellschaft.
Radweg beim Schloss Glanegg fertig
Davon unabhängig soll der neuerrichtete Radweg entlang der Landesstraße beim Schloss Glanegg bis Ende Oktober/Anfang November fertig markiert und damit benützbar sein, ergänzte Bürgermeister Schober. Dann werde auch der Durchgang durch den Gutshof Glanegg wieder für Fußgänger geöffnet. Der ist seit mittlerweile drei Jahren gesperrt, was für einige Proteste sorgte.