Am 21. Oktober wurde im ORF Landesstudio Salzburg die Dokumentation über das Leben von vier „Besatzungskindern“ gezeigt. Nach der mehrfach preisgekrönten Dokumentation „Die Annehmkinder“ erzählt ORF Salzburg-Redakteurin Gabi Kerschbaumer nun deren Geschichten: Zu sehen in ORF 2 und auf ORF ON am 26. Oktober um 17.30 Uhr.
22.10.2025 14.00
22. Oktober 2025, 14.00 Uhr
(Update: 25. Oktober 2025, 21.08 Uhr)
TV-Dokumentation aus dem ORF Landesstudio Salzburg „Er war weg und ich war da – Die Kinder der amerikanischen Besatzungssoldaten“ , ORF 2, 26. Oktober 2025 um 17.30 Uhr und am 30. Oktober um 11.05 Uhr und auf ORF ON
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, zwischen 1945 und 1955, war Österreich von den Alliierten besetzt. In Salzburg waren die US-Amerikaner stationiert. Für viele Kinder, die aus Beziehungen zwischen österreichischen Frauen und amerikanischen Soldaten hervorgingen, bedeutete diese Zeit eine schwierige Suche nach Identität.
„Er war weg und ich war da“
Ihre Väter kannten sie oft nicht, hinter ihrem Rücken wurde getuschelt und ihre Mütter hüllten sich in Schweigen. Scham, Ausgrenzung und gesellschaftliche Stigmatisierung prägten ihr Aufwachsen und doch blieb das starke Bedürfnis, mehr über die eigene Herkunft zu erfahren.
Fotostrecke mit 43 Bildern
Präsentation der Doku „Er war weg und ich war da – Die Kinder der amerikanischen Besatzungssoldaten“Pater Lorenz Lindner, Mario Placho, Gabi Kerschbaumer, Gottfried Jirkal und Inge KinzelPater Lorenz Lindner aus dem bayrischen TeisendorfMit seiner Familie vor dem ORF-Landesstudio SalzburgMario Placho, geboren im Pinzgauer UttendorfInge Kinzel mit ihrem Mann Albert aus Strobl am WolfgangseeGottfried Jirkal aus St. Martin bei Lofer mit seiner FamilieSocial Media-Redakteure Daniela Zimmerebner und Xaver Hauss interviewen Gottfried JirkalFamilie BucheggerGroßes Interesse und reger Andrang zur Präsentation der DokumentationClaudia SchmidtVizebürgermeister Florian Kreibich (ÖVP)Natalie Hangöbl (KPÖ+) und Martina Berthold (Die Grünen)Thomas Bodmer von der Stiftung MozarteumDoku-Gestalterin Gabi Kerschbaumer (ORF Salzburg) neben Philipp Rohrbach vom Vienna Wiesenthal InstituteLandesrechnungshof-Direktor Ludwig Hillinger und Historiker Rudi Leo aus dem PinzgauSohn und Vater Jirkal mit Inge KinzelGroßes PublikumsinteresseChristine Seierl aus Salzburg und Manfred Baumann, Krimiautor, Kabarettist und früherer ORF Salzburg-MitarbeiterFranz Stiller (links) und Siegbert Stronegger, früherer ORF Salzburg-LandesdirektorAndreas Gutenthaler Waltraud Langer begrüßt die GästeSohn und Vater Jirkal, Inge Kinzel und ihr Mann, Mario Placho, Lorenz Lindner und sein Cousin Johann LindnerGroße Emotionen nach der Ausstrahlung der DokumentationLukas Möschl interviewt auf der BühnePallottiner-Pater Lorenz LindnerHistoriker Philipp Rohrbach vom Vienna Wiesenthal InstituteRudi Leo, Historiker aus dem PinzgauGabi Kerschbaumer hat sich nach der preisgekrönten Doku „Die Annehmkinder“ nun den „Besatzungskindern“ angenommenAndré Leubner, Gabi Kerschbaumer, Jacqueline Krenka und Fabian Kapo von der Filmproduktion FramezSiegbert Stronegger, Schriftsteller Walter Müller und Waltraud LangerBarbara Brunner und Jürgen Meyer-ImhofClaudia Nessizius, Renate Lachinger, Hannelore Hopfner und Uli Wolf – frühere ORF-MitarbeiterinnenKarin Draxl und Hans Forsthuber mit seinem BruderAlbert KinzelCarina Schwab, Antonia Hammerschmid und Anja StelzmüllerSenta Reintsch und Heide LellVictoria Kerschbaumer, Josef und Karin Buchegger und Hannah Stelzmüller
Salzburg heute am 22. Oktober
Rund 2.000 „Besatzungskinder“ in Salzburg
In der österreichischen Nachkriegsgesellschaft galten die Kinder von Besatzungssoldaten als „Kinder des Feindes“. Ein widersprüchliches Stigma, denn die US-Soldaten waren offiziell nicht mehr als Feinde, sondern als „Befreier“ ins Land gekommen. Allein in Salzburg sind rund 1.899 Kinder aus Begegnungen mit amerikanischen Soldaten registriert – die Dunkelziffer ist weit höher.
„Wer ist mein Vater?“
Die meisten dieser Kinder wuchsen ohne ihre Väter auf. Für die Mütter bedeutete die Beziehung zu den Soldaten Liebe, Abenteuer, Hoffnung – aber auch Enttäuschung. Viele Soldaten wussten nicht einmal, dass sie Kinder gezeugt hatten. Für die Betroffenen stellte sich daher ein Leben lang die Frage: Wie hat dieses fehlende Puzzleteil ihre Identität geprägt?
Fotostrecke mit 7 Bildern
Gottfried Jirkals Geschichte ist Teil der DokumentationLorenz Lindner als KindPater Lorenz LindnerAmerikanische Besatzungssoldaten mit zwei jungen Frauen in ihrer MitteInge Kinzel als KindInge Kinzel beim TV-DrehMario Placho
Neuer Film nach „Annehmkinder“
Nach der mehrfach preisgekrönten Dokumentation „Die Annehmkinder – Die Kinder, die zu viel waren“, erzählt ORF Salzburg-Redakteurin Gabi Kerschbaumer die Geschichte von vier „Besatzungskindern“.
Deren Erinnerungen führen zurück in eine Zeit von Kaugummis und Zigaretten, von vergilbten Fotos und verstohlenen Blicken, von Scham und Sehnsucht, von Verletzungen und Versöhnung – und von Mut, sich den eigenen Wurzeln zu stellen.
Gestaltung: Gabi Kerschbaumer Kamera: Fabian Kapo, André Leubner, Andreas Steger Schnitt: Fabian Kapo, Jacqueline Krenka
Nicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.